Wichtige Begriffe

Abnahme

Abteilung 2 - Herr Ryll

Es wird, soweit es erkennbar ist, die ordnungsgemäße Umsetzung der erteilten Entwässerungsgenehmigung geprüft. Die Abnahme wird in der Entwässerungsgenehmigung festgelegt. Sie ist beim ASG rechtzeitig - mind. einen Tag vorher - zu beantragen. Die Abnahme ist gebührenpflichtig. Sie ist keine Bauabnahme im Sinne der VOB.

Abwassergebühr

Abteilung 1 - Frau Becker

Für die Inanspruchnahme der zentralen öffentlichen Abwasseranlagen werden Abwassergebühren für die Grundstücke erhoben, die an diese öffentlichen Abwasseranlagen angeschlossen sind oder in diese entwässern. Hier finden Sie die Gebührenübersicht

Anschlussleitung

Abteilung 2 - Herr Ryll

Anschlussleitungen sind alle Leitungen vom Hauptkanal im öffentlichen Bereich bis zur Grundstücksgrenze oder bis zum Revisionsschacht, maximal bis 5m auf dem Grundstück.

Außenzapfstellen

Abteilung 1 - Frau Becker

Außenwasserzähler sind entgegen den Ausführungen der Hersteller zum überwiegenden Teil nicht frostsicher. Sie müssen vor dem Winter abgebaut werden und im nächsten Frühjahr wieder angebracht und durch den ASG kostenpflichtig verplombt werden. Ein standardmäßiger Einbau (fest verbunden mit dem Rohrnetz) ist vorzuziehen. Ein Anbau dieses Außenwasserzählers ist nur zulässig, wenn vor Ort durch den ASG festgestellt wird, dass baulich keine andere Möglichkeit besteht.

Betriebsausschuss

Abteilung 1 - Frau Baumann

Organ des Eigenbetriebes, besetzt durch Mitglieder des Rates. Betriebsausschuss

Dränagewasser

Abteilung 2 - Frau Wenzel

Siehe Grund- und Dränagewasser.

Eigenbetrieb

Abteilung 1 - Herr Futterschneider

Der ASG ist ein Eigenbetrieb, im Fachjargon "rechtlich unselbständiges Sondervermögen" der Stadt Gifhorn.
Dabei handelt der Eigenbetrieb wirtschaftlich und organisatorisch selbständig.

Eigengewinnungsanlage

Abteilung 1 - Frau Becker

Hierbei wird Wasser auf einem Grundstück gewonnen (z. B. durch Auffangen von Niederschlagswasser oder Fördern von Grundwasser), welches nicht aus der öffentlichen Wasserversorgungsanlage stammt.Wird dieses Wasser (z. B. nach Nutzung für die Toilettenspülung oder die Waschmaschine) der öffentlichen Kanalisation zugeführt, ist hierfür zunächst ein Antrag auf teilweise Befreiung vom Benutzungszwang der öffentlichen Wasserversorgungsanlage wegen Errichtung einer Eigengewinnungsanlage zu stellen. Die zugeführten Wassermengen sind für die Gebührenerhebung zu erfassen (geeichter Wasserzähler).

Entwässerungsantrag

Abteilung 2 - Frau Wenzel

Ein Entwässerungsantrag ist bei einem Neubau und jeglichen Änderungen an der Grundstücksentwässerungsanlage zu stellen. Dieser Antrag ist vier Wochen vor Baubeginn beim ASG in zweifacher Form einzureichen.

Fäkalschlammgebühren

Abteilung 2 - Frau Wenzel

Diese Benutzungsgebühr wird für die Abfuhr aus dezentralen Kleinkläranlagen oder Sammelgruben erhoben. Die Berechnungseinheit ist der abgefahrene Kubikmeter. Hier finden Sie die Gebührenübersicht.

Fallleitungen

Abteilung 2 - Frau Wenzel

Fallleitungen sind Schmutzwasser-Leitungen innerhalb von Gebäuden, die übereinander liegende Stockwerke entwässern. Diese Leitungen sind über die Dachhaut zu ziehen (ca. 30 cm) und dienen gleichzeitig zur Belüftung der Grundstücksentwässerungsanlage.

Fremdwasser

Abteilung 2 - Frau Richter

Abwasser, welches unzulässig in einen Kanal gelangt und dadurch erhöhten Aufwand für die Ableitung und Behandlung des Abwassers verursacht.
Hierzu gehört z. B. Grundwasser, welches durch undichte Rohrverbindungen eindringt, aber auch Niederschlagswasser oder Dränagewasser von Grundstücken, welches unzulässigerweise an einen Abwasserkanal angeschlossen wurde (Fehleinleitung).

Gartenberegnung

Abteilung 1 - Frau Baumann

Für die Gartenberegnung genutztes Wasser gelangt nicht in die öffentliche Kanalisation. Deshalb werden die Schmutzwassergebühren hierfür auf Antrag erstattet. Die Frischwassergebühren sind natürlich trotzdem zu entrichten.

Voraussetzungen für eine Erstattung ist der genehmigte Einbau einer zusätzlichen geeichten Wasseruhr für die Gartenberegnung durch einen zugelassenen Installateurbetrieb und ein fristgerecht (bis zum 31.01. des Folgejahres) eingegangene Bescheinigung über den Einbau des Zwischenzählers für das Wasser, welches für die Gartenberegnung genutzt wurde. Diese Bescheinigung ist dem ASG vorzulegen. Die Erstattung erfolgt dann im Rahmen der Schmutzwassergebührenabrechnung durch den ASG.

Gebührenpflichtiger

Abteilung 1 - Frau Becker

Gebührenpflichtig sind die Eigentümer bzw. Erbbauberechtigten des angeschlossenen Grundstücks.

Gebührenübersicht

Abteilung 1 - Frau Becker

Gebührenübersicht

Grund- und Dränagenwasser

Abteilung 2 - Frau Wenzel

Unbelastetes Grund-, Dränage- oder Kühlwasser darf nur in besonderen Fällen nach erfolgter Genehmigung in den öffentlichen Kanal eingeleitet werden. Vorraussetzungen für die befristete Einleitung von Grund-, Dränage- oder Kühlwasser sind u. a.:

  • Ermittlung der Dränagewassermenge über einen ordnungsgemäß installierten und geeichten Wasserzähler

  • Abnahme durch den ASG vor Inbetriebnahme


Siehe auch Abwasserbeseitigungssatzung der Stadt Gifhorn.

Grundleitung

Abteilung 2 - Herr Ryll

Grundleitungen sind alle Grundstücksentwässerungsleitungen unter dem Gebäude und / oder auf dem Grundstück bis zum Revisionsschacht, Kleinkläranlage, Sammelgrube oder der Versickerungsanlage.

Grundstücksanschluss

Abteilung 2 - Herr Ryll

Ein Grundstücksanschluss besteht aus der Anschlussleitung (vom Hauptkanal im öffentlichen Bereich bis auf das Grundstück) und dem Revisionsschacht, maximal 5,00m auf dem Grundstück

Grundstücksentwässerungsanlage (GEA)

Abteilung 2 - Frau Wenzel

Alle baulichen Anlagen zur Sammlung, Ableitung, Beseitigung und Behandlung von Abwasser in Gebäuden und auf dem Grundstück. Die GEA ist im Auftrag des Grundstückseigentümers fachgerecht herzustellen und zu unterhalten, so dass das Abwasser ordnungsgemäß der öffentlichen Kanalisation zugeführt werden kann und keine Fremdstoffe eingetragen werden oder Abwasser austritt.

Herstellung, Änderung und Rückbau der GEA sind genehmigungs- und abnahmepflichtig.

Grundstücksentwässerungsanlage (GEA), Überprüfung

Abteilung 2 - Frau Hinze

Überprüfungen der GEA finden z. B. im Vorfeld von Kanalsanierungen oder in Gebieten mit besonders hohem Fremdwasseranfall statt. Die Untersuchungen beinhalten:

  • Verfolgung der Leitungen mit Nebel oder Farbmittel, zur Feststellung der Zusammenhänge.

  • Feststellung der Flächen, von denen Niederschlagswasser eingeleitet wird (für die Gebührenerhebung und die hydraulische Berechnung des Kanalnetzes von Bedeutung).

  • Inaugenscheinnahme (ggf. auch mittels Kanalinspektionskamera) der Entwässerungseinrichtungen, um bauliche Mängel festzustellen, damit Gefährdungen des Kanalbetriebs ausgeschlossen werden können.


Sollte der Zustand der GEA nicht satzungsgemäß sein (z. B. aufgrund von baulichen Mängeln oder Fehleinleitungen), ergeht eine Aufforderung an den Grundstückseigentümer, diese Mängel abzustellen.

Indirekteinleiter

Abteilung 2 - Frau Richter

Betrieb, dessen Abwasser indirekt über die städtische Kläranlage in ein Gewässer eingeleitet wird.

Indirekt bedeutet, dass das Abwasser zunächst einer Vorbehandlungsanlage (z. B. Ölabscheider) zugeführt wird. Dadurch gelangen bestimmte wasser- und anlagengefährdende und in der städtischen Kläranlage nicht ausreichend zu entfernende Stoffe nicht in die öffentliche Kanalisation.

Indirekteinleiter-Beprobung

Abteilung 2 - Frau Richter

Im Rahmen der Überwachung gewerblicher Betriebe gemäß § 151 des Niedersächsischen Wassergesetzes werden in regelmäßigen Abständen, je nach Betriebsart, Abwasserproben entnommen. Diese werden durch eine anerkannte Untersuchungsstelle auf ihre Inhaltsstoffe geprüft. Die Inhaltsstoffe dürfen bestimmte Grenzwerte nicht übersteigen. Diese sind in den nach Herkunftsbereichen unterteilten Anhängen der Abwasserverordnung festgelegt.

Kanalsanierung

Abteilung 2 - Herr Rambow

Unter Kanalsanierung sind alle Baumaßnahmen an bestehenden Abwasseranlagen zu verstehen, die über den Umfang von Unterhaltungsarbeiten (z.B. punktuellen Reparaturen) hinausgehen. Ein Sanierungsabschnitt umfasst bei öffentlichen Abwasseranlagen mindestens eine komplette Haltung, d. h. den Kanalabschnitt zwischen zwei Kanalschächten, in der Regel jedoch die öffentliche Abwasseranlage eines Straßenzuges einschließlich aller Anschlusskanäle und der Straßenentwässerung. – Anlass für eine Sanierungsmaßnahme ist der mangelhafte bauliche Zustand und / oder die nicht ausreichende hydraulische Leistungsfähigkeit eines Kanalabschnittes.

Kanalverstopfung - grundstücksseitig

Abteilung 2 - Herr Ryll

Eine Verstopfung grundstückseitig liegt vor, wenn das Schmutzwasser nicht aus Waschbecken, Toilette etc. abfließt, jedoch der Revisionsschacht frei ist, also kein Schmutzwasser dort einstaut. In diesem Fall ist eine Sanitärfirma beziehungsweise eine Rohrleitungsreinigungsfirma von dem Grundstückseigentümer oder dem Anlagenbetreiber zu beauftragen.

Kanalverstopfung - öffentlicher Bereich

Abteilung 2 - Herr Ryll

Eine Verstopfung im öffentlichen Bereich liegt vor, wenn sich Schmutzwasser im Revisionsschacht ansammelt. In diesem Fall ist der ASG zu verständigen, der dann die Verstopfung behebt.

Kleinkläranlage (KKA)

Abteilung 2 - Frau Wenzel

Kleinkläranlagen sind in einem von der dezentralen Abwasserbeseitigungssatzung der Stadt Gifhorn definierten Bereich zulässig. Sie bestehen aus einer mechanischen Reinigungsstufe, einer biologischen Reinigungsstufe und einem Kontrollschacht.

Vorraussetzungen für den Bau u. Betrieb einer KKA sind u. a.:

  • Anzeige der KKA beim Landkreis Gifhorn (untere Wasserbehörde)

  • Abnahme der Grundleitungen durch den ASG

  • Abnahme der KKA durch den Landkreis Gifhorn

  • Abschluss eines Wartungsvertrages bei einer Fachfirma

  • bedarfsgerechte Fäkalschlammentsorgung durch die Stadt Gifhorn (ASG)

Mischsystem

Abteilung 2 - Frau Wenzel

Schmutzwasser und Niederschlagswasser werden im öffentlichen Bereich in einem einzigen Kanal, dem Mischwasserkanal, abgeleitet.

Niederschlagswasser, Eigengewinnungsanlage

Abteilung 1 - Frau Becker

Siehe Eigengewinnungsanlage.

Niederschlagswasser, Eigenverwendung

Abteilung 2 - Frau Richter

Das Niederschlagswasser wird zur eigenen Verwendung auf dem Grundstück behalten. Möglichkeiten der Verwendung sind z. B. Niederschlagswasserversickerung, Verrieselung und Verregnung. Auch eine Speicherung, z. B. in Zisternen, zur späteren Verwendung ist möglich.

Wird gespeichertes Niederschlagswasser später wieder der öffentlichen Kanalisation zugeführt, liegt hier eine gebührenpflichtige und zu beantragende Einleitung vor. Siehe auch Eigengewinnungsanlage.

Niederschlagswasser, Teilmengeneinleitung

Abteilung 2 - Frau Richter

Um bei der Niederschlagswasserversickerung eine größere Sicherheit zu erhalten, wurden in einigen Fällen Versickerungsanlagen oder Wasserspeicher mit einen Überlauf versehen, der Übermengen in den öffentlichen Kanal leitet. Damit gelten die gesamten Flächen satzungsgemäß als angeschlossen. Sie führen, wenn auch nur bei starken Regenereignissen, zu einem Wasserabfluss. Das gilt auch für befestigte Flächen mit teildurchlässigen Versiegelungen (z. B. Rasengittersteine, wasserdurchlässige Steine).

Um Niederschlagswassergebühren zu sparen, empfiehlt es sich, so viele Flächen wie möglich komplett zu versickern. Die restlichen Flächen können dann an den öffentlichen Kanal angeschlossen werden.

Niederschlagswasseranschluss

Abteilung 2 - Herr Ryll

Der Niederschlagswasser-Grundstücksanschluss ist von einer für Kanalbauarbeiten im öffentlichen Bereich zugelassenen Fachfirma auf Kosten des Grundstückseigentümers herstellen zu lassen und zu unterhalten.

Der Niederschlagswasseranschluss dient ausschließlich der Ableitung von Niederschlagswasser in den öffentlichen Niederschlagswasserkanal. Niederschlagswasser ist Abwasser, das nur geringfügig verunreinigt ist (z. B. durch Stoffe, die von Dachflächen, Dachrinnen, Hofflächen aufgenommen oder ausgelöst werden).

Grund- und Dränagewasser kann in genehmigten Ausnahmefällen ebenfalls über diesen Anschluss eingeleitet werden.

Niederschlagswassereinleitung

Abteilung 2 - Frau Richter

Eine Einleitung von Niederschlagswasser liegt vor, wenn Niederschlagswasser in den öffentlichen Abwasserkanal geleitet wird. Eine Einleitung liegt auch dann vor, wenn nur zeitweise (z. B. im Winter) oder teilweise (z. B. Sickerschacht mit Überlauf) Niederschlagswasser eingeleitet wird. Für jegliche Einleitung von Niederschlagswasser werden Gebühren erhoben.

Eine satzungsgemäße Einleitung von Niederschlagswasser liegt nur dann vor, wenn im Trennsystem in den Niederschlagswasserkanal oder im Mischsystem in den Mischwasserkanal eingeleitet wird. Außerdem darf Niederschlagswasser nur über einen ordnungsgemäßen Grundstücksanschluss eingeleitet werden.

Niederschlagswassereinleitung, ungeordnet

Abteilung 2 - Frau Richter

Das Niederschlagswasser wird von einem Privatgrundstück oberflächig auf eine befestigte, öffentliche Fläche (z. B. Straße) geleitet. Diese öffentliche Fläche entwässert das dort anfallende Niederschlagswasser über Einläufe in den öffentlichen Niederschlagswasserkanal. Das Niederschlagswasser von Privatgrundstücken gelangt auf diese Weise ebenfalls in den Kanal. Für diese Ableitung des Niederschlagswassers entsteht ebenfalls Gebührenpflicht.

Von „ungeordneten“ Ableitungen gehen häufig Gefahren aus (z. B. Eisglätte im Winter). Sie sind deshalb zu beseitigen. Das Niederschlagswasser kann von solchen Flächen in Rinnen oder Einläufen aufgefangen werden. Eine ordnungsgemäße Einleitung erfolgt immer über einen Kanalanschluss.

Niederschlagswasserfläche

Abteilung 2 - Frau Richter

Fläche, von der Niederschlagswasser in den öffentlichen Kanal geleitet wird. Diese Fläche ist Grundlage für die Berechnung der Niederschlagswassergebühren. Gemessen wird die Größe der zum Wasserabfluss führenden Grundstücksfläche (Gebäude und befestigte Flächen). Der Grundstückseigentümer ermittelt diese Fläche (erstmalig oder bei Veränderungen) im Regelfall selbst und erklärt sich gegenüber der Stadt.

Niederschlagswassergebühr

Abteilung 1 - Frau Becker

Benutzungsgebühr für die Einleitung von Niederschlagswasser in die öffentliche Kanalisation; Bemessungsgrundlage ist der Quadratmeter bebaute oder befestigte und eingeleitete Grundstücksfläche. Hier finden Sie die Gebührenübersicht.

Niederschlagswasserversickerung

Abteilung 2 - Frau Richter

Um Gebühren für die Einleitung von Niederschlagswasser von befestigten Flächen und Kosten für die Unterhaltung eines Anschlusses einzusparen, kann das Niederschlagswasser auf dem eigenen Grundstück versickert werden, wenn die örtlichen Gegebenheiten dieses erlauben. Bei einer Versickerung wird das Niederschlagswasser gesammelt und in einer Versickerungsanlage (z. B. Sickerschacht, Sickerrohr, Kiesschüttung) dem Boden zugeführt.

Das Wasser sollte nicht unmittelbar in das Grundwasser gelangen. Der Boden wirkt wie ein Filter, der das Niederschlagswasser von Schadstoffen reinigen kann.

Eine Versickerung in Kellernähe birgt die Gefahr, dass das Wasser die Wände durchfeuchtet. Deshalb sollte hier ein ausreichender Abstand eingehalten werden.

Siehe auch Eigenverwendung von Niederschlagswasser.

Öffentliche Abwasseranlage

Abteilung 2 - Frau Wenzel

Die öffentliche Abwasseranlage umfasst alle Einrichtungen zur Abwasserbeseitigung im Stadtgebiet Gifhorn, im Wesentlichen bestehend aus Abwasserreinigungsanlage (Kläranlage) und Kanalnetz, das mit den Revisionsschächten auf den zu ent-wässernden Grundstücken endet.

Regenrückhaltebecken (RRB)

Abteilung 2 - Frau Richter

Abwassertechnische Anlage, die als Speicherraum für Niederschlagsabflussspitzen dient. Becken zur Rückhaltung und Behandlung von Niederschlagswasser.

Regenwasser

Abteilung 2 - Frau Richter

Siehe Niederschlagswasser

Revisionsschacht

Abteilung 2 - Herr Ryll

Der Revisionsschacht (Standard: Betonschacht DN 1000 nach DIN 4034-1) ist Bestandteil des Grundstückanschlusses und wird vom ASG hergestellt und unterhalten.

Rückstauebene

Abteilung 2 - Frau Wenzel

Die Höhe des Wasserspiegels, die sich aufgrund der hydraulischen Bemessung maximal in einem Abwasserkanal einstellen kann. Die Höhe entspricht gem. Satzung der Straßenoberfläche.


Der Wasserspiegel stellt sich im gesamten Kanalnetz ein, also auch in den Abwasserleitungen eines Gebäudes. Deshalb ist es vorgeschrieben, dass alle Entwässerungseinrichtungen unterhalb dieser Ebene gegen Rückstau gesichert werden müssen. Es bestünde sonst die Gefahr, dass dort Abwasser austritt und Schäden verursacht.


Siehe auch Schutz durch Rückstausicherungen

Rückstausicherung

Abteilung 2 - Frau Wenzel

Entwässerungseinrichtungen unterhalb der Rückstauebene (z. B. im Keller) müssen satzungsgemäß gegen Rückstau aus dem Kanalnetz gesichert werden.


Den sichersten Schutz gewähren Hebeanlagen. Mit einer Pumpe wird hier das Abwasser über die Rückstauebene gehoben. Rückstauverschlüsse haben den Nachteil, dass bei Rückstau keine Ableitung des anfallenden Abwassers möglich ist. Deshalb sind sie nur in Räumen mit untergeordneter Nutzung sinnvoll. Nur automatische Rückstauverschlüsse sind außerdem für fäkalienhaltiges Abwasser geeignet. Rückstausicherungen sollten immer nur die erforderlichen Entwässerungseinrichtungen sichern. Entwässerungseinrichtungen oberhalb der Rückstauebene sind im Falle eines Rückstaus nur dann problemlos zu benutzen.


Siehe auch Schutz durch Rückstausicherungen.

Sammelgrube (SGR)

Abteilung 2 - Frau Wenzel

Sammelgruben ohne Abfluss sind in einem von der dezentralen Abwasserbeseitigungssatzung der Stadt Gifhorn definierten Bereich zulässig. Die Entsorgung des Abwassers über abflusslose Sammelgruben wird nur im Einzelfall ausnahmsweise genehmigt.

Vorraussetzung für den Bau und Betrieb einer SGR sind u. a.:

  • Der jährliche Wasserverbrauch darf nicht höher als 30 m³ sein

  • Stellen eines Entwässerungsantrages beim ASG

  • Abnahme der SGR und der Grundleitungen durch den ASG

  • Entleerung der abflusslosen Sammelgruben durch die Stadt Gifhorn (ASG) mindestens einmal im Jahr

Schmutzwasseranschluss

Abteilung 2 - Herr Ryll

Der erste unmittelbare Schmutzwasser-Grundstücksanschluss wird vom ASG auf dessen Kosten hergestellt und unterhalten.

Der Schmutzwasseranschluss dient ausschließlich der Ableitung von Schmutzwasser in den öffentlichen Schmutzwasserkanal. Schmutzwasser ist häusliches oder gewerbliches Abwasser, welches durch den Gebrauch verunreinigt wurde.

Schmutzwassergebühr

Abteilung 1 - Frau Baumann

Die Abwassergebühr für die Schmutzwasserentsorgung wird nach der Abwassermenge bemessen, die in die öffentliche Abwasseranlage gelangt. Berechnungseinheit für die Gebühr ist 1 cbm Abwasser.


Als in die öffentliche Abwasseranlage gelangt gelten die dem Grundstück aus öffentlichen oder privaten Wasserversorgungsanlagen zugeführte und durch Wasserzähler ermittelte Wassermenge, die auf dem Grundstück gewonnene und dem Grundstück sonst zugeführte Wassermenge, die tatsächlich eingeleitete Abwassermenge bei Bestehen einer Abwasser-messeinrichtung. Gebührenübersicht

Straßenreinigung

Abteilung 1 - Herr Futterschneider

Die öffentliche Einrichtung Straßenreinigung umfasst die Straßen der Kernstadt Gifhorn sowie die Hauptstraße und Hamburger Straße in Kästorf und Gamsen.

Zur kommunalen Reinigungspflicht gehören die maschinelle Reinigung der Straßen und Radwege im Sommer sowie der Winterdienst.

In allen Ortsteilen obliegt die vollständige Reinigungs- und Streupflicht den Anliegern.

An allen Straßen (Kernstadt und Ortsteile) sind die Anlieger verpflichtet, die Gehwege und gemeinsamen Geh- und Radwege zu reinigen und zu streuen.

Straßenreinigungsgebühr

Abteilung 1 - Frau Becker

Maßstab für die Straßenreinigungsgebühr ist die Straßenfrontlänge des Grundstückes, abgerundet auf volle Meter. Gebührenpflichtig ist der Eigentümer oder Erbbauberechtigte des Grundstücks. Gebührenübersicht

Trennsystem

Abteilung 2 - Frau Wenzel

Das auf den Grundstücken anfallende Abwasser wird getrennt voneinander gesammelt und in das öffentliche Kanalnetz eingeleitet: Das Niederschlagswasser in den NW-Kanal, Schmutzwasser in den SW-Kanal. Das Niederschlagswasser wird direkt oder indirekt (nach Durchlauf eines Regenrückhaltebeckens) einem Vorfluter (Gewässer) zugeführt. Das Schmutzwasser durchläuft die Abwasserreinigungsanlage und gelangt weitestgehend gereinigt ins Gewässer.

Übergabeschacht

Abteilung 2 - Herr Ryll

Siehe Revisionsschacht

Vakuumsystem

Abteilung 2 - Frau Wenzel

Ein in sich geschlossenes Rohrsystem, das von Pumpen unter einem ständigen Unterdruck gehalten wird. Öffnet das pneumatisch gesteuerte Ventil eines Anschluss-Schachtes für einen Moment, wird eine bestimmte Abwassermenge ins Rohrnetz gesaugt und bei jedem weiteren Öffnen eines Ventils durch die nachströmende Luft in Richtung der Vakuumstation befördert. Der dortige Sammeltank wird wiederum über Pumpen in den vorhandenen Transportkanal entleert.

Wasserrohrbrüche

Abteilung 1 - Frau Becker

Sofern das ausgetretene Wasser nicht in die öffentliche Kanalisation eingeleitet wird, besteht die Möglichkeit, sich die gezahlten Schmutzwassergebühren erstatten zu lassen. Hierzu genügt ein formloser Antrag Ihrerseits, dem Sie zur Schätzung die Wasserwerksabrechnungen der letzten 3-5 Jahre sowie einen Nachweis über die Instandsetzungsarbeiten beifügen.